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07 Januar 2019
Lesezeit: 2 min.
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Ökologischer Wandel für alle

Das 2010 eingeführte UMS ist ein kollektives Konzept für nachhaltige Fortschritte in Sachen Umweltschutz. Sein Hauptziel besteht darin, die Akteure der Weinbranche des Bordelais dazu zu bringen, die Umweltauswirkungen ihrer Unternehmen zu reduzieren. Das auf Freiwilligkeit, gegenseitiger Unterstützung und dem Erfahrungsaustausch basierende UMS richtet sich an alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Struktur (Châteaus, Weinhandelshäuser, Genossenschaftskellereien), ihren Produktionsverfahren oder ihrer Größe.

Die individuelle Begleitung durch das UMS stellt die für die Erzielung von Fortschritten notwendigen Mittel zur Verfügung und erleichtert den Zugang zu Zertifizierungen:

 

Der Mensch im Mittelpunkt des Systems

Das UMS ist mehr als nur ein Instrument für die Unternehmensverwaltung, es ist eine Funktionslogik. Für Muriel Barthe, die technische Direktorin des CIVB und Initiatorin des Projekts, hat „ein Winzer finanzielle Verpflichtungen und muss darüber hinaus Anforderungen in Bezug auf sein Anwesen, seine Nachbarn und seine Geräte erfüllen … Ziel des CIVB ist es, ihn zu unterstützen, indem wir ihm Instrumente und Lösungen zur Verfügung stellen.“

So erfüllt das UMS unterschiedlichste Anforderungen, unter anderem in Bezug auf die Sozialverantwortung der Unternehmen (CSR). „Der menschliche Aspekt umfasst nicht nur die Arbeitsmethoden der Winzer, sondern auch das Management ihrer Angestellten“, betont Muriel Barthe.

Jedes Unternehmen, das am UMS teilnimmt, verfügt heute über einen Zugang zu zahlreichen Begleitmaßnahmen (Schulungsmodule, Notfallübungen, Monitoring usw.), um sich weiterzuentwickeln.

Im Laufe der Jahre hat das UMS zahlreiche Branchenakteure überzeugen können. Es zählt heute 773 teilnehmende Unternehmen und eine Rebfläche von 25 000 Hektar. 2017 hat die erste UMS-Vereinigung 160 ihrer Mitglieder auf dem Weg zur Zertifizierung nach ISO 14001 und gleichzeitig 223 Betriebe auf dem Weg zur individuellen HVE-Zertifizierung (Haute Valeur Environnementale) der Stufe 3 begleitet: Die Abbildung des Logos Haute Valeur Environnementale auf den Flaschen ist eine hervorragende Art und Weise, diese Initiative den Verbrauchern gegenüber zu hervorzuheben.

Ein tragender Erfolg für diese Organisation, die Bordeaux zum ersten Weinbaugebiet macht, das sich kollektiv für die Umwelt einsetzt.

 


BEWÄHRTE PRAKTIKEN IM FOKUS

Château L’Évangile, Bienenstöcke in den Weinbergen

Château L’Évangile in der Appellation Pomerol wollte die Artenvielfalt in seinen Weinbergen fördern. Als Mitglied der ersten UMS-Vereinigung in Bordeaux sensibilisierte es seine Mitarbeiter für die Umwelt- und Gesundheitsproblematik und stellte unter anderem die Verwendung von Unkrautvernichtungsmitteln ein. Dieses Engagement führte 2013 zur Aufstellung von acht Bienenstöcken auf dem Anwesen. Darüber hinaus hat das Team des Weinguts Hecken und natürliche Unterschlüpfe für die lokale Fauna angelegt.

 

Eine Kläranlage in einem Weinhandelshaus

Seit über zwanzig Jahren engagiert sich die Weinbranche in Bordeaux für einen verantwortungsbewussten und nachhaltigen Weinbau. In dieser Zeit wurden zahlreiche individuelle Initiativen ins Leben gerufen. Die Compagnie des Vins de Bordeaux et de la Gironde (CVBG-Dourthe-Kressmann) zählte 2003 zu den Ersten, die eine eigene Kläranlage installierten. Sie dient der Aufbereitung der Abwässer aus dem Weinbau sowie aller durch die Tätigkeiten des Unternehmens anfallenden Abfälle.

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