Le 04 März 2019
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Solidarität zugunsten von Qualität

Die Funktionsweise der Genossenschaften ermöglicht eine Bündelung von Know-how und Produktionsmitteln in einer Struktur. Sie stellen ihren Mitgliedern Management- und Produktionsverfahren zur Verfügung und helfen ihnen, ihr gemeinsames Erbe besser aufzuwerten und zu nutzen.

Unter ihresgleichen gewählte Winzer bilden den Verwaltungsrat, der die Strategie und die grobe Ausrichtung des Unternehmens festlegt. Auf diese Weise werden ihre Interessen besser geschützt, was sich konkret in einer angemessenen Vergütung, einer Hervorhebung der Terroir-Vielfalt und einer Verbesserung der Techniken niederschlägt.

Die Genossenschaften stützen sich auf Werte wie „Austausch, gegenseitige Hilfe und ein freundliches Miteinander“, betont Producta Vignobles, ein Unternehmen, das 17 Genossenschaftskellereien in Bordeaux und Südwestfrankreich zusammenschließt. Bei den Winzern von Puisseguin-Lussac-Saint-Émilion basiert das Geschäftsmodell auf der Solidarwirtschaft und ermöglicht damit eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen zugunsten der Qualität.

 

Verantwortungsbewusster Weinbau im Dienst des Terroirs

Im Mittelpunkt der Entwicklung der Genossenschaftskellereien steht die Unterstützung der Winzer bei der Umstellung auf umweltverträglichere Anbaumethoden. Als Vorreiter auf diesem Gebiet möchten die 2 500 Winzer von Producta Vignobles „Weine produzieren, die in einer nachhaltigen und für ihre Terroirs repräsentativen Logik verankert sind“. Ebenso wie viele andere Genossenschaften hat das Unternehmen tiefgreifende Veränderungen vorgenommen. Seit 2000 betreibt es integrierten Weinbau, hat die Agriconfiance-Zertifizierung erhalten, wendet die Schädlingsbekämpfung durch sexuelle Verwirrung an und hat eine voll recycelfähige Flasche entwickelt. Außerdem bietet es seit diesem Jahr eine komplett ökologisch konzipierte Biowein-Serie an.

Umweltfreundliche Maßnahmen wie diese trifft man auch bei anderen Genossenschaftskellereien wie Uni-Médoc und den Vignerons de Puisseguin-Lussac-Saint-Émilion an, die die Biodiversität fördern und ihren Energie- und Wasserverbrauch reduzieren.

 

Öffnung der Weinkeller für den Publikumsverkehr

Die Genossenschaftskellereien möchten ebenfalls eine direkte Beziehung zu den Konsumenten aufbauen, insbesondere über den Weintourismus. So bietet beispielsweise die Cave de Rauzan einen fünf Kilometer langen Rundweg durch ihre Weinberge an. Die Vignerons de Tutiac, Preisträger beim Wettbewerb Best of Wine Tourism 2016, haben ihrerseits ein in der Gironde einzigartiges Konzept ausgearbeitet: Ihr Rundgang von der Rebe bis zum Glas deckt sämtliche Etappen der Weinherstellung ab und umfasst eine Besichtigung ihres Versuchsweinbergs. Ziel ist es, die Besucher für die Achtung der Artenvielfalt zu sensibilisieren.

Dieser Wandel, der dem Wunsch entspringt, ein hochwertiges, originelles und interaktives Angebot zu schaffen, ist noch immer im Gange und berührt immer mehr Unternehmen.

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